
Weinregion Rioja
Ein berühmtes Weinanbaugebiet in Spanien
Das Rioja Weinbaugebiet ist wohl eines der berühmtesten Weinregionen Spaniens. Es liegt zentral im Norden Spaniens, zu beiden Seiten des Flusses Ebro, in den spanischen autonomen Regionen La Rioja, Navarra und Baskenland. Das Rioja Weinbaugebiet ist in drei Teile aufgeteilt: Rioja Alta, Rioja Baja und Rioja Alavesa.
Weinregion Rioja
Böden, Klima & Reben
Das Rioja Weinbaugebiet mit seinen ca. 19.000 Winzern und einer Anbaufläche von ca. 63.000 ha zählt zu den bedeutendsten Weinbaugebieten Europas. Die Böden zum Rebbau besteht vorwiegend aus weißem Kalk, sowie eisenhaltigem, rot-grauem Lehm. Das Klima in den Ausläufern der Pyrenäen ist vorwiegend kühl und trocken, die Weinberge befinden sich auf ca. 300m-800m über dem Meeresspiegel.
In den Rioja Weinbergen werden vorwiegend Rotweine (85%) angebaut. Es dominieren vor allem die Tempranillo Traube (61%), Garnacha (18%), Mazuelo (3,5%) sowie die Graciano Traube mit (0,7%).


Weinregion Rioja
Weinausbau
Die Rioja Rotweine sind vorwiegend 100% Tempranillo-Weine oder Cuvées mit über 50% Tempranillo. Ein sehr großer Anteil der Weine wird in Barrique ausgebaut. Der historische Hintergrund für den Barrique-Ausbau, liegt im 19. Jahrhundert. Damals verwüstete die Reblaus große Weinanbaugebiete in Europa, unter anderem auch in Frankreich, Spanien blieb zunächst verschont. Viele französische Winzer, unter anderem auch aus dem Bordeaux-Gebiet, siedelten nach Spanien um und wanderten auch nach Rioja aus. So brachten sie ihre handwerklichen Traditionen schließlich nach Spanien.
Deshalb wird nach der Hauptgärung in Edelstahl-, Holz- oder Betontanks , die hochwertigeren Weine in amerikanischer oder französischer Eiche ausgebaut. Dies verleiht dem Rioja seine typische trockene Textur.
Weinregion Rioja
Prädikatsklassen
Bei den Rioja Weinen werden folgende Prädikatsklassen unterschieden:
1) Genérico: Die Herkunft und der Jahrgang des Weines werden garantiert; es handelt sich vorwiegend um Weine im ersten und zweiten Jahr oder um Weine, die aufgrund des Ausbaues nicht in eine der anderen Kategorien fallen.
2) Crianza: diese Weine sind mindestens drei Jahre alt und reiften mindestens ein Jahr im Eichenfass (bei Weißweinen beträgt die min. Reifezeit im Fass nur sechs Monate).
3) Reserva: Hier beträgt die Mindestreifezeit drei Jahre, verteilt auf Eichenfass und Flaschenreifung. Mindestens ein Jahr reift der Wein im Fass, gefolgt von einer mindestens sechs monatigen Flaschenreifung. Bei Weißwein liegt die Mindestreifezeit bei zwei Jahren, davon mindestens sechs Monate im Fass.
4) Gran Reserva: Diese Weine wurden insgesamt 60 Monate (fünf Jahre) lang ausgebaut. Mit einer mindestens zwei jährigen Reifung im Eichenfass und einer zwei jährigen Reifung in der Flasche. Bei Weißweinen verkürzt sich die Mindestreifezeit auf vier Jahren, davon mindestens sechs Monate im Fass.
